Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Freitag, 21. Juli 2017

Lieber Hans,

so beginnt eine meiner Neuerwerbungen von Holzhau Ansichtskarten. Selbstredend von Walter Richter. Abgesendet wurde sie genau vor 107 Jahren, am 21.Juli 1910. Da ist sie wieder, die 107! Ich will kurz zitieren: 

"... erhalten im Erbgerichtsgasthofe immer guten Mittagstisch. Jeden Tag haben wir bisher Ausflüge in die wunderschöne Umgebung, besonders ins nahe Böhmen unternommen. Heute hatten wir uns einen Ausflug nach Rehefeld vorgenommen, doch da es früh regnete, mussten wir die Partie verschieben. In unserem Orte wohnen 400 Sommerfrischler, auch Rechenberg und Zollhaus Hermsdorf sind sehr besuchte."

Mich freut es, dass im Erbgerichtsgasthof offenbar seit längerem gut gekocht wird. Erstaunt hat mich die große Zahl von Sommerfrischlern in Holzhau. 400 hätte ich dieser Zeit nicht zugetraut.

Was noch spannend an der Karte ist. Gesendet wird sie an die Schladitz Werke, einem Dresdener Fahrradhersteller.


Und hier die Karte.


Sonntag, 16. Juli 2017

Rund um den Hirschhübel - rauf auf die Steinkuppe

Keine Ahnung, ob ich diese Wanderung als Kurzwanderung bezeichnen soll. Da ich es aber einsortieren möchte und sie auch nicht tatsächlich lang ist, mache ich das einfach. Also zu Beginn die Zahlen.

- Länge der Strecke: knapp 11 km
- Höhenmeter: 200
- Dauer: knapp 3 Stunden plus Einkehrzeit

Startpunkt ist erneut die Milchrampe gegenüber vom "Lindenhof". Wir gehen die Bergstraße bergauf und hinter dem Gleis der Eisenbahn nach links in den Tannenweg. Immer geradeaus nach Osten. Dieses mal überqueren wir auch nicht die Straße. Wir wollen nämlich auf dem Eisenbahnerweg wandern. Der ist nicht so glatt und eben wie der Muldenweg, jedoch viel "waldiger". Manchmal auch ein wenig nass. Es gibt aber die Gelegenheit, den nassen und pfützigen Stellen auszuweichen. Unmerklich gewinnen wir dabei an Höhe. Nach reichlich 2 km Weg, sind wir 60 höher als beim Start. Hier stößt der Eisenbahnerweg auf den Schwarzen Buschweg, welchem wir weiterhin östlich folgen. Schon bald erreichen wir die Torfsstraße, auf welcher wir ein paar Meter nach unten laufen, um an der überdachten Sitzgruppe nach rechts auf den alten Bahndamm der Eisenbahn abzubiegen. Wer mag, kann hier eine erste Rast einlegen.

Lange benutzen wir den Weg auf dem Bahndamm, welcher auch der Holzweg ist aber nicht. Von der hölzernen Brücke, welche wir überqueren, können wir den Zusammenfluss von Rotem Fluss und Steinbach beobachten. Nur wenige Meter später ergießen sie sich vereint in die Mulde. Unser Weg kreuzt die Alte Torfstraße. Wie biegen rechts in diese ab und steigen nach oben. Auf dem Weg überwinden wir auf einer kleinen Brücke die Steinbach. Eine gute Rast- und Spielstätte für Kinder. 
Insgesamt 1/5 km benutzen wir die Alte Torfstraße, bis wir - genau in 700 m Höhe nach links in den Hirschhübelweg abbiegen. Nach wenigen Minuten Weges, sehen wir linkerhand einen Teich. Wir wenden uns hier nach rechts auf den parallel zur Grenze mit der Tschechischen Republik verlaufenden Hirschbachweg. Stein- und Hirschbach erzeugen hier ziemlich sumpfiges Gebiet. Hier dürfte es auch noch Reste eines Moores geben. Auf dem Weg unproblematisch für uns. Jedoch sicherlich botanisch eine Abwechslung. Auch das Auge erhält durch den weiten Blick über freies Gelände diese Abwechslung. Inwischen laufen wir etwa in westlicher Richtung, welche wir aber wieder nach Norden verlassen. Wir wandern jetzt sozusagen um den 750 m hohen Hirschhübel herum, erreichen auf unserem Weg auch fast dessen Höhe. Und schon sind wir wieder an der Alten Torfstraße angelangt. Wir gehen aber erst einmal ein Stück nach links in die asphaltierte Torfstraße. Hier treffen wir nochmals auf Schilder des Holzweges. Nach 200 m wählen wir erneut einen anderen Weg: den Moorweg, welcher links abgeht und ziemlich gerade von Nordost nach Südwest verläuft. Neben diesem Weg fließt ziemlich unscheinbar der Rote Fluss. Nach weniger als 1 km Weg stößt der Moorweg nun auf die Alte Landstraße. Wir können einen kleinen Abstecher nach links machen, um zum Batteleck und über die Grenze zu gelangen. Aufregendes ist dort aber nicht zu sehen. 

Um unseren Weg fortzusetzen gehen wir also lieber gleich nach rechts - um schon am nächsten Weg, dem Heuweg nochmals rechts abzubiegen. Der Weg überquert die Torfstraße und steigt stetig bis fast 800 m an. Ein Wegweiser zeigt uns den Weg zum Höchsten Punkt unseres Weges, der 806 m hohen Steinkuppe. Hier können wir uns ins Gipfelbuch eintragen. Danach gehen wir entweder den selben Weg zurück zum Heuweg oder aber ein Stück bergab auf der ehemaligen Sprungschanze und durch die frühere Freilichtbühne Holzhaus. Auch auf diesem Wege gelangen wir zum Heuweg. Nur noch kurze Zeit und wir stehen an der Kreuzung zum Steinweg. Wir wandern nach links, genießen den Blick rechterhand ins Tal und gelangen ohne weitere Erklärungen zur Fischerbaude. Wenn nicht gerade Montag ist, sollten wir hier unbedingt einkehren und Kartoffeln mit Quark, oder etwas anderes leckeres essen.

Nach dem Essen geht es zurück. Rechts raus aus der Baude und immer geradeaus, erst auf der Ringelstraße  und dann auf der Alten Landstraße. Etwa 200 m nachdem wir am links abzweigenden Paulsweg vorbei gegangen sind, geht es nach rechts über einen Feldweg bergab. Mit immer schöner werdendem Panorama. Unten angelangt halten wir uns rechts auf dem Tannenweg und kommen wieder an der Bahnschranke an.

Wer mag kann noch im Lindenhof einkehren. Oder geht hinüber zum Erbgerichtsgasthof. Vielleicht trifft er dort auf mich. Älterer, seelig lächelnde Mann mit einem Rechenberger vor sich.

Als Karte heute das Torfhaus. Da sind wir zwar nicht direkt vorbei gekommen. Wenn wir aber an einem Montag wandern können wir hier einkehren. Dazu einfach auf dem Heuwegabschnitt nicht über die Torfstraße gehen sondern nach rechts in sie hinein.




Mittwoch, 28. Juni 2017

Sommerloch

... einfach verrückt. Traumhaftes Wetter in herrlicher Landschaft. Trotzdem scheint kaum jemand den Weg in die Täler rund um den Kannelberg zu finden. Auf Dauer, wird das wohl ein Problem für die Ferienregion Holzhau. Dabei wird durch den Heimatverein einiges getan. Durch deren Aktivitäten sind etliche Wege wieder ordentlich ausgeschildert. So der Reitsteig, der Buchensteig und der Heuweg. Viertellenweg und Schwerdtweg sollen folgen.

Mit einigen Kolleginnen und Kollegen war ich dieser Tage wieder einmal zum Wandern und Plaudern in Holzhau. Konnten dabei auch das Dorffest mit erleben. Es war wieder sehr schön. Allgemein würde ich auch anderen Menschen vorschlagen, die Ruhe der Gegend für gemeinsame Aktivitäten zu nutzen. Denn Ruhe, Natur und frische Luft sind das Pfund, mit welchem sich hier wuchern lässt. Ich halte es für wenig sinnvoll, laute Attraktionen ansiedeln zu wollen. Schon weil die Konkurrenz groß ist. Ich hatte bereits im vorherigen Beitrag auf das Waldbaden verwiesen.

Übrigens: am 30.6.2017 findet eine sicher spannende Wanderung zu den Steinen der Blockhalde am Südhang des Kannelberges statt. Schade, ich muss arbeiten. Treffpunkt ist 18 Uhr am Tannenweg. Auf der Karte von 1913 befindet sich das entsprechende Gebiet der Blockhalde am rechten Bildrand, oberhalb des Forsthauses.


Samstag, 27. Mai 2017

Waldbad Holzhau

Waldbaden liegt voll im Trend. 
Gemeint ist das bewusste Ausnutzen der gesundheitlich positiven Wirkung unseres Aufenthaltes im Wald. Selbst die Wissenschaft scheint es inzwischen anzuerkennen und ernsthaft zu erforschen, wie gut uns der Wald bekommt. Von der Kommunikation zwischen den Pflanzen erfühlen wir nämlich etwas und können davon profitieren. Die Pflanzenkommunikation verläuft z.B. über Gase. Oma kannte das schon, als sie reife mit unreifen Früchte in eine Tüte sperrte und die reifen Früchtchen ihre unreifen Kameraden animierte rot zu werden. Das aber nur nebenbei. Wer mehr dazu lesen will, kann mal in diesen Link schauen. Am 30.5.2017 ist im mdr auch ein TV Beitrag dazu zu sehen.

Persönlich kann ich all diese, im Beitrag beschriebenen Wirkungen bestätigen. Seit ich regelmäßig nach Holzhau zum Waldbaden fahre, fühle ich mich gesundheitlich erheblich besser und stabiler - bin seit 15 Jahren so gut wie ohne Krankschreibung. Und dieses, obwohl ich seit eben diesen 15 Jahren im gesundheitsschädlichem Schichtdienst arbeite.

Wald ist allerdings nicht Wald. Dieser sollte schon ein ordentlicher Wald mit gut gelaunten Bäumen sein. Und das meine ich ernst. Jeder kann das mal vergleichen. Einfach mal in einen eng gepflanzten Einsortenforst mit Massenbaumhaltung gehen und dann zum Vergleich in einen naturnahen Mischwald.

Um Holzhau gibt es viel geeigneten Wald. Besonders zwischen Zimm- und Viertelle befindet sich ein hervorragenden Waldbad. Vielleicht sollte das auch von der Gemeinde mehr vermarktet werden. Andere Orte machen es schon. Ich jedenfalls lade Jeden ein, Waldbadwanderungen zu machen.





Mittwoch, 24. Mai 2017

Muldenblickwanderung

Im vorigen Beitrag hatte ich über neu entstandene Sichtachsen berichtet. Heute wollen wir mal zu solcher Wandern. Zwar zu einer Aussichtsstelle, von welcher wir tief in das Muldental nach Westen blicken können. Als Besonderheit habe ich sie so angelegt, dass sie auch für rüstige Senioren gangbar ist. Auf 6 km müssen dennoch 122 m Höhenunterschied überwunden werden. Das ist aber machbar. Knackpunkt ist ein 500 m langer Abschnitt, an welchem wir 50 m an Höhe gewinnen.

Start ist an der neuen Milchrampe. Gegenüber vom Hotel Lindenhof. Von hier aus laufen wir entweder über die Straße Richtung OT Teichhaus oder am Bahnhof vorbei. Wichtig ist, dass wir auf den Muldenweg gelangen, welchem wir bis zur Viertelle folgen. Am Eingang zu diesem schönen Nebental des Muldentales steht ein Bank. Hier kann man noch einmal ausruhen. Denn gleich beginnt das steile Stück. Wir gehen also steil nach oben, hoch zum sich in 700 m um die Berge windenden Reitsteig. Dieser ist ausgeschildert. Wir laufen nach links, herum um den Ziegenrücken. Einem der wohl sieben Berge hinter welchem die sieben Zwerge wohnen.

Nach etwa 10 Minuten Weg sind wir am schönen Ausblick angekommen. Auch der Weg selbst ist schön und die Natur sowieso. In diesem Gebiet kann man deutlich die Bemühungen des Sachsenforsts erkennen, schönen naturnahen Wald zu erhalten. Zwischen den Fichten entdecken wir schon sehr viele Weißtannen.

Um zum Ausgangspunkt zu gelangen, laufen wir weiter gerade aus - bis zur Dreitelle. Diese abwärts gelaufen, geben wir den Höhengewinn wieder zurück. 

Wer jetzt Hunger oder Durst hat, kann in "Lindenhof" oder "Erbgericht" diese Gefühle beseitigen und durch Genuß ersetzen. 

Wer noch Kind genug ist, kann auch vorsichtig ein wenig auf dem vom "Lindenhof" gebauten Spielplatz schaukeln. Kräutergarten besichtigen oder Kneippen geht auch.

Die Karte aus dem Jahr 1929 zeigt uns einen Blick ins Muldental. Unserer von oben ist noch viel schöner.