Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem kleinen Holzhau blog. Dieser soll aus meiner Sicht als Urlauber vor allem zum Besuch dieses schönen Urlaubsortes im Osterzgebirge einladen. Außerdem möchte ich die Leser, mit Ansichtskarten des Holzhauer Ansichtskarten-Verlages von Walter Richter bekannt machen. Als Sohn von Ernst Richter war er später Wirt von "Richters Sommerfrische". Bekannt ist er über Holzhau hinaus, als Ansichtskartenproduzent. Ihm sind viele alte Ortsansichten von Holzhau zu verdanken.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Mettenschicht 2015

Dieser Beitrag ist nicht ganz neu, sondern eine Aktualisierung meines Beitrages von 2011.

Heute gehe ich zu meiner Mettenschicht, welche von 15 Uhr bis Mitternacht währen wird. Naja, eine "richtige" Mettenschicht ist es, streng genommen nicht. Bin ja kein Bergmann und fahre auch nicht ins Bergwerk ein. Und ob ich den "Steiger" noch antreffe, ist auch unsicher. 

Ich nehme diesen Moment dennoch zum Anlass Rückschau auf die vergangenen 12 Monate zu halten, sowie einen Blick in die Zukunft zu werfen. 


Weihnachten bietet dazu einen prima Anlass. Dieses Fest ist für mich der schönste Moment des Jahres, eigentlich noch wichtiger als der Urlaub, stellt er doch eine besondere Konzentration auf das, was uns wichtig ist dar - Frieden und entspanntes Zusammensein mit der Familie und den Freunden. Mit der Wintersonnenwende (am 22.12. kurz vor 6 Uhr) werden die Tage wieder länger. Das Dunkle wird jetzt langsam wieder vom Licht vertrieben. Wir können uns besinnen, dabei das Gute aus dem Vergangenen bewahren und Neues aufbauen.
Ausgiebig kann man als Schichtarbeiter das Weihnachtsfest selten begehen. Daher muss man die zur Verfügung stehenden Stunden umso inniger nutzen.
Mit dem vergangenen Jahr kann ich, die wesentlichen Dinge betreffend, zufrieden sein. Alle in der Familie sind gesund geblieben, meine Frau und ich als Ernährer stehen weiterhin in Lohn und Brot und finden mehr oder weniger Erfüllung in der Arbeit. Die Kinder kommen im Leben voran und werden wohl ihren Weg gehen. Ich wünsche mir, das es auch 2016 so bleiben wird.

Um bei der Mettenschicht zu bleiben, die Kollegen des "Schachtes" NSL haben das Jahr ebenfalls überstanden, auch wenn es die Gesundheit betreffend, kritische Situationen gab und auch manch harter Schicksalsschlag hinzunehmen war. Hoffen wir das im nächsten Jahr alles gut bleibt und wir nicht über schlimme Nachrichten nachdenken müssen. Möge weiterhin Harmonie die gemeinsame Arbeit bestimmen. Dank an alle Kolleginnen und Kollegen welche dazu beitrugen, dass 2015 harmonisch verlief. 


Besonders angenehm in Erinnerung bleiben mir die Wandertage mit mir wichtigen Kolleginnen und Kollegen, von denen mir manche auch wichtige Freunde sind. Im kommenden Jahr werden wir diese neu geschaffene Tradition hoffentlich fortsetzten können. Geplant ist es jedenfalls.


Zurück zu Richters Sommerfrische und Holzhau. Auch 2015 hatte ich mehrmals das Vergnügen, mit Familie, Freunden und allein in Holzhau Ruhe, Entspannung und Freude bei aktiver Erholung zu finden. Prima, dass es auch wirklich mal mit meinen Freunden geklappt hat. Dafür bin ich diesen außerordentlich dankbar. Denn gute Freunde sind ebenso wichtig, wie die Familie. 
Ein Dankeschön an alle unbekannten und bekannten Helfer, welche dazu beitrugen, dass diese Tage schön waren. Besonders an die "ständigen" Quartiere, dem Erzgebirgsgasthof Erbgericht in Holzhau und der Weicheltmühle auf der anderen Seite des Kannelberges, jedoch auch an die anderen Bewirtungstellen mit erzgebirgischer Gastlichkeit und Gastfreundschaft. Als Beispiel nenne ich die "88", die Fischerbaude, den Eschenhof und das Torfhaus. Auch der Lindenhof, das SWF in Hermsdorf und der Schalander sollen genannt sein. Sie alle können gewiss sein, dass wir auch 2015 bei ihnen einkehren werden, nachdem wir uns im Wald hungrig und durstig gewandert haben.

Zum Wohl und Glück Auf! 

Allen ein wunderschönes Weihnachtsfest 2015 und eine guten Eintritt in das Jahr 2016! Denen, welche wo auch immer, zu den Feiertagen arbeiten müssen, wünsche ich dabei Freude und Ruhe, denen welche es benötigen ein gutes Geschäft!

Als Bild diesmal eine stille Winteransicht des Torfhauses. 90 Jahre alt.


Montag, 7. Dezember 2015

Gimmlitztal Advent

der absolute Renner unter meinen Blog Beiträgen, ist die Wanderung durchs Gimmlitztal. Was nicht heißt, dass dieser Beitrag besonders interessant geschrieben wurde und literarisch wertvoll wäre. Es spricht vielmehr für die Beliebtheit dieses schönen Tales, mit seinen vielfältigen Wandermöglichkeiten. 

Nachdem ich bereits im August, in der dort befindlichen Weicheltmühle Quartier genommen hatte, werde ich auch im Weihnachtsmonat ein paar freie Tage nutzen und die Zeit ab dem 4. Advent, in der malerisch gelegenen Mühle verbringen. Nun gut, verbringen werde ich die Zeit zum großen Teil außerhalb des Hauses, bei Wanderungen. Gespannt bin ich vor allem auf das Wetter welches mich dort erwarten wird. Mein Internet-Wetterfrosch behauptet, es gäbe am 4. Advent knackige -11 °C und Sonnenschein. Lasse ich mich mal überraschen.

Wie immer habe ich das Problem mit dem Bild. Denn von Walter Richter habe ich immer noch keine Karten vom Gimmlitztal gefunden. Was mich eigentlich wundert. Der Mann muss doch dort gewesen sein. Und wenigstens beim Gasthaus Illingmühle, sollte es doch Bedarf an Ansichtspostkarten gegeben haben.

Da ich über Holzhau mit der Freiberger Eisenbahn anreise, daher eine Karte von Holzhau. Aus der Brettelle - über welche man über den Berg in die Weicheltmühle gelangt.

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Sonntag, 29. November 2015

Wenn alle Brünnlein fließen, ich hab sie ja so gern

Frohe Adventsbotschaft habe ich zu verkünden. Am Fuße des Kannelberges sehe ich nämlich nicht nur Dinge, welche mir Kummer bereiten, sondern auch durchaus angenehme Sachen. Bei vielen meiner Wanderungen, laufe ich durch den Muldenweg in Richtung des ehemaligen Teichhauses. Gleich eingangs des Weges entdeckt man Angenehmes. Dort wird man jetzt als Wanderer von neuen Schautafeln zur Natur begrüßt. Sie informieren uns über Bach und Wald, die Tiere und die Arbeit der Förster. Für groß und klein gibt es auch eine Ratespiel-Tafel. Außerdem wurde eine neue überdachte Sitzgruppe aufgebaut. Dies alles geschah auf dem Abschnitt des Weges bis zum Einstieg in die Dreitelle. So können es alle Wandersleute nützen, egal ob sie hinüber Richtung Gimmlitztal/Hermsdorf oder nach Osten ins Böhmische, zum SWF Neuhermdorf, den Hemmschuh oder einfach nur zum Torfhaus oder die Fischerbaude wandern wollen. Mein Dank an die Leute, welche sich das ausgedacht und realisiert haben!

Eine weitere angenehme Entdeckung habe ich ebenfalls auf diesem Teil des Muldenweges gemacht. Die Quelle welche von der Fütterung oberhalb des Muldenweges kommt sprudelt wieder kräftig. Man erkennt es daran, dass aus dem hölzernem Rohr nun wieder ein kräftiger Strahl klaren Wassers fließt. Viele Monate lang, war dort kein Tropfen des wertvollen Naß zu erkennen. Es spricht also dafür, dass der Wasserhaushalt in der Gegend wieder ausgeglichen zu sein scheint.

Allen einen schönen Advent!

Passend dazu eine winterliche Karte mit der Sommerfrische. Etwa 100 Jahre alt.




Donnerstag, 26. November 2015

Holzhauer in Holzhau!

Der Titel mag sonderbar anmuten. Logisch, in Holzhau leben Holzhauer und Holzhauerinnen. Ich meine das aber im ursprünglichen Sinne der Bedeutung und dem Ursprung des Ortsnamens und habe mir das Resultat selbst angesehen. An der Nordwand des Kannelberges wird seit Wochen in großem Umfang Holz geschlagen, das es nur so kracht. Hunderte von Buchen (ich hörte die sehr glaubwürdige Zahl 500) werden, von extra aus Österreich angereisten Spezialisten gehauen. Und dann zu großem Teil ins Land der Spezialisten gebracht um verarbeitet zu werden. Diese hatten die Ausschreibung dazu gewonnen. Ich bin als bekennender Baumfreund bekannt und so blutet mir das Herz, wenn ich so etwas sehe. Klar, ich weiß schon, dass Wald bzw. Forst auch wirtschaftliche Aufgaben hat, um den Rohstoff Holz zu liefern. Außerdem hatten diese Bäume das Privileg recht lange zu leben, zu lange meinen die Experten. Die Mehrzahl der Bäume hat eine erheblich geringere Lebenserwartung. Mein Verstand sagt mir jedoch, auch ohne Experte zu sein, es wäre besser, jedes Jahr 20 Bäume zu entnehmen, als solch großen Hieb zu tun. Auch wenn dieser Hieb offenbar sehr professionell vorgenommen wird und die Windrichtung berücksichtigend viele jüngere Bäume stehen bleiben. Diese haben jetzt mehr Licht und Platz, zu mächtigen Bäumen heran zu wachsen. Hier füge ich wieder meine "Standardfrage" ein: wie hat es der Wald geschafft zurechtzukommen, als es noch keine Experten gab, welche Ordnung schufen? Unser Ordnungs- und Wirtschaftsdenken ersetzt bzw.verdrängt natürliche Abläufe und Zustände.

Insgesamt wird der Biotop dieses Waldstückes und damit auch seiner Umgebung erheblich verändert. 
Was noch zu erwähnen ist. Der Wald an dieser Stelle gehört zu einem Natura 2000 Gebiet. Das Teilgebiet des SCI* 253 (Buchenwälder bei Rechenberg Holzhau) besteht hier aus Hainsimsen-Buchenwald und ist Habitatfläche für das Große Mausohr und die Mopsfledermaus. Bevor in solche Gebiete eingegriffen wird, muss eine Verträglichkeitsüberprüfung stattgefunden haben. Ein Eingriff ist die Fällung von so vielen Bäumen auf jeden Fall. Ich hoffe die stehen gebliebenen Bäume, welchen der Schutz der Gemeinschaft genommen wurde, überstehen die nächsten Stürme unbeschadet.

Ich wünsche mir, dass nach Abschluss der Arbeiten, die dort vorhandenen Wanderwege wieder hergestellt werden. Betroffen sind der N-Weg und vor allem der Buchensteig zwischen N-Weg und Schwerdtweg. Dieser ist zur Zeit nicht nutzbar, weil auf einer Länge von mehrere 100 Metern mit Buchenholz bestapelt. Verwundert bin ich ein wenig darüber, dass das zuständige Fremdenverkehrsamt des Wanderdorfes Holzhau, auf ihrer Internetpräsenz über die Sperrung von Wanderwegen nicht berichtete. 

heute wieder mal keine Karte, sondern zwei aktuelle Fotos. Eines zeigt eine Übersicht des Hanges, das andere eine Blick in den Buchensteig.

Sites of Community Importance




Sonntag, 1. November 2015

Jägerlatein und andere Sprachprobleme

Auf meiner Nachmittagswanderung am 19. Oktober bin ich über die Oberholzhauer Höhe, an der Fischerbaude vorbei und dann um den Hirschhübel gewandert. Um später durch das Muldental zurück zum Erbgericht zu gelangen. Diese Wanderung besticht durch den schnellen Wechsel verschiedener Landschaften. Beginnend mit einem weiten Blick in das Muldental nach Nordwesten und die schön gefärbten Mischwälder an der Südflanke des Kannelberges und seiner Nachbarberge, geht es dann zum Fichtenwald an der Steinkuppe. Über die Alte Landstraße, den Moorweg, ein Stück Torfstraße verläuft die Wanderung östlich um den Hirschhübel. Hier bestimmt die Vegetation des Moores, über welches man ins böhmische blickt die Szene. Dann folgt wieder Fichtenwald und zuletzt das Muldental mit einer Auwald Anmutung. Meine Schilderung ist sicherlich wissenschaftlich nicht ganz korrekt. Mir gefällt jedenfalls dieses Wechselspiel.
Kurz vor dem Wiedererreichen des Muldetales, überspannte Flatterband meinen Weg. Nachdem ich dieses unterquert hatte, musste ich feststellen, dass ich gerade ein zur Jagd abgesperrtes Gebiet verlassen hatte. Und am Folgetag wollten wir eigentlich über die Alte Landstraße und das Battleck nach Deutschgeorgenthal. Es stellte sich heraus, dass weder dieses, noch die Ersatzwanderung über Johannes-Kamprath-Weg und Schwarzen Buschweg nach Hermsdorf möglich waren. Der komplette Fischerwald war gesperrt und aus diesem auch am frühen Vormittag des 20. Oktober Schüsse zu hören. So mussten wir unser komplettes Tagesprogramm umstellen.

Auch wenn ich mal gern Wild esse, bin ich doch kein besonderer Freund der Jagd. Ohne deshalb gleich Feind der Jäger zu sein. Ich empfinde allerdings die Argumente der Befürworter von Druckjagden etwas sonderbar. Wird doch hier häufig der Schutz des Waldes und des Waldumbaus zu Mischwäldern angeführt. Das Wild als Bewohner des Waldes faktisch zum Waldschädling erklärt. Und das vom Hauptwaldschädling, dem Menschen! 
Millionen von Jahren kam der Wald ohne den Menschen prima zurecht. Später begann der Mensch den Wald zu verändern, dann zu zerstören. Im späten Mittelalter erfand man dann die Nachhaltigkeit - nicht um den Wald zu erhalten, sondern mit dem Ziel, die Holzproduktion zu sichern.
Offenbar sind sich nicht einmal alle Jäger sicher, ob die Jagd tatsächlich so wie jetzt betrieben werden muss, um durch das Wild hervor gerufenen Schäden zu vermindern. So war es jedenfalls in den Zeitungsberichten zum "Runden  Tisch" zum Rotwild im Erzgebirgskreis zu lesen. 

Und hier ein Bild mit Wild. Älter als 110 Jahre.


Sonntag, 25. Oktober 2015

Herbstgedanken und Frühlingsgefühle.

Unser Oktober-Urlaub in Holzhau ist leider wieder Geschichte. Er hat auch dieses Mal meine persönliche Bewertung bestätigt: der Herbst ist in Holzhau die schönste Jahreszeit. Die warmen und kräftigen Farben des Herbstes sind bezaubernd schön. Selbst Nebelschwaden sind Erlebnisse. Nicht umsonst beginnt der Ortsname mit dem Buchstaben "H" und der Ort heißt nicht etwa "Wolzhau" oder "Solzhau". 
Ich denke mal, unser fotografierender Wirt Walter Richter, wird sich jeden Herbst geärgert haben, keine Farbbilder machen zu können. 

Hat sich eigentlich mal jemand von Euch, meine lieben Blog-Leser, die bunten Blätter der Buchen, Birken, Ahorn usw. genau angesehen? ich habe es gemacht. Jedes einzelne Blatt ist gar nicht so berauschend schön. Deren Mehrzahl ist im besten Falle schön rot, gelb, braun, grün oder eben eine Mischung von zwei dieser Farben. Manche haben schwarze Flecke. In ihrer Gesamtheit erzeugen sie aber ein außerordentlich schönes Bild. So ist es mit vielen, auch sehr schönen Dingen. Schönheit entsteht erst durch das aufgehen von Details in einem Gesamtbild, praktisch aus Mosaiksteinchen - auch bei Menschen ist das so. 

Komme ich zu den Frühlingsgefühlen. Die können auch im Herbst entstehen. Das ist vieldeutig. Ich habe in diesem Oktober solche Gefühle, bei einem Vogelbeerbaum an der alten Straße gesehen. Während seine Artgenossen bunte Blätter und trocknende Früchte zeigten, hatte dieses Bäumchen Blüten und frische Triebe. Ich denke, er hat sich vom Wetter austricksen lassen. Das Verhältnis von Licht und Dunkelheit, ist ja in Frühling und Herbst identisch, nur die Richtung in welcher sich das ändert, variiert. Im Frühjahr nehmen die hellen Zeiten zu, im Herbst ab. Wenn aber mal einige Tage am Stück, der Himmel morgens etwas früher aufreißt, kann der Eindruck entstehen, die "Tage werden wieder länger" - wie man umgangssprachlich sagt. Wenn es dazu nach einer kalten Periode wieder wärmer wird, kann so ein Bäumchen schon einmal reinfallen und meinen es wird Frühling. Hoffentlich hat es ihm nicht nachhaltig geschadet. Bilder des Bäumchens seht ihr auf meiner Facebook Chronik.

heute mal zwei Bilder. Einmal wie die Kamera von W. Richter den Herbst sah und einmal die Sicht meiner Kamera. 100 Jahre Abstand.





Samstag, 10. Oktober 2015

wie wird das Wetter in Holzhau?

Mit modernen Geräten werden heutzutage die Wetterdaten erfasst. Dabei helfen uns sogar Satelliten aus dem Weltall. Computerprogramme berechnen uns die Wetterlage für die nächsten Stunden, Tage und gar Wochen. Wie sieht es aber mit der Güte dieser Daten aus? Ich habe mir das mal im Internet angesehen und dabei drei Wetterseiten zum Vergleich heran gezogen. 
Bis etwa Mittwoch - also von heute aus gesehen 4 Tage weiter, sind sich die Seiten relativ einig. Weiter voraus kann man sich aber sein Wunschwetter heraus suchen. Einig sind sich die Meteorologen nur darin, dass es wohl etwas feuchter wird. So wird zum Beispiel für das nächste Wochenende ein Wetter von "bedeckt" bis zu fast 40 Liter Regen/m² prognostiziert. Bin ja gespannt, wer recht hatte!

Ansichtskartenproduzenten haben sich das Wetter schon immer so gemacht wie sie wollten. Die Wolken welcher wir auf der 100 Jahre alten Karte von Walter Richter sehen, wurden bestimmt zusätzlich eingefügt.

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Mittwoch, 16. September 2015

Selbstüberraschung

Das war schon eine tolle Woche, die 37. Kalenderwoche 2015. Nach Ende des erlebnisreichen 2. Holzhauer Wandertages "meiner" Firma, war ich am Dienstag wieder nach Hause gefahren. Nach einem Blick auf den Dienstplan, übermannte mich am Mittwoch die Sehnsucht nach Holzhau und ich buchte Zimmer und Bahnticket - so dass ich am Sonntag mit dem ersten Zug der FEG wieder in Holzhau eintreffen konnte. Halb 10 begann die Wanderung, dessen Beschreibung nun folgt.


Traumhaftes Wetter, blauer Himmel und frische, jedoch angenehm temperierte Luft empfingen mich. Im Laufe des Tages wurde es noch einmal deutlich über 20 °C! In der Brettelle begrüßte ich den Wald und speziell zwei meiner Lieblingsbäume, um dann in den Buchensteig nach Rechenberg anzubiegen. In memoriam an die große Buche führte mein Weg an deren Stumpf vorbei. Von dort hörte ich Blasmusik. Selbstverständlich freute es mich, so eindrucksvoll zum Schalander gelockt zu werden, denn von dort kam der Klang. Solcher Lockrufe hätte es eigentlich nicht bedurft. Schon das leckere Rechenberger hat Zugkraft genug. Nach einem kleinen Glas Festbier ging es schnell weiter. Über die Goldene Höhe und den Georgenfelder Weg, an die Neugrabenflöße und entlang dieser zur Floßgrabenaussicht. Auf dem Weg zu diesem schönen Aussichtspunkt, von welchem bei guter Sicht die beiden höchsten Erzgebirgsgipfel zu sehen sind, hatte ich noch ein ganz besonderes Erlebnis. Lag doch mitten auf dem Wanderweg eine sich aufladende Ringelnatter. Erst das zweite Mal, dass in den vergangenen Jahren ein Exemplar dieser schönen Tiere, in freier Natur erlebte. 

Mittagessen gab es im Deutsch-Georgenthaler "Grenzhof". Ohne lange im Wirtshaus zu verweilen, lenkte ich meine Schritte nun ins "böhmische". Auf dem wunderschön verlaufendem Weg entlang der Neugrabenflöße ging ich bis zur Staumauer der Údolní nádrž Fláje (Talsperre Fláje). Bei dem schönen Wetter hatten sich dort viele Ausflügler angefunden.

Der Rückweg von der Staumauer verlief erneut entlang des Grabens der ehemaligen Neugrabenflöße. Diesmal aber weiter, bis ich nach der neuen Brücke auf den Grenzweg gelangte. Nunmehr wieder in Deutschland, war es nur noch ein kurzer Weg bis zur Fischerbaude, um dort der drohenden Unterhopfung entgegen zu wirken. Nach inzwischen bereits 30 Wanderkilometern, durfte es auch ein großes Rechenberger sein. Der Rückweg ist schnell geschildert. Steinweg, Heuweg, Torfstraße, Muldenweg. Es hat Spaß gemacht, den Kopf gelüftet und mir Energie und gute Gedanken gegeben. Außerdem habe ich über Wandervorschläge für die nächste Holzhauer Wandertage mit Wanderfreundinnen und Wanderfreunden der Firma nachgedacht und auch ein Stück Weg davon getestet.

Das habe ich dann auch am Folgetag noch einmal getan. Dieses Mal ausschließlich auf der Kannelbergseite. Bei dieser Wanderung habe ich die 1000 km Wandermarke im Jahre 2015 geknackt. Wie es mir auch schon 2014 gelungen war. Darum heute keine Karte von Walter Richter, sonderen ein eigenes Foto. An der 1000 km Marke lachte mir nämlich eine Baumstumpf zu. Vieleicht gähnte er aber nur, oder rief etwas. 






Mittwoch, 9. September 2015

gesagt, getan. 2. Holzhauer Wandertag

wie angekündigt haben wir innerhalb 1/2 Jahres, schon den zweiten Holzhauer Wandertag von Kollegen unserer Firma durchgeführt. Allein der Fakt als solches ist sicher bemerkenswert. Kollegen eines Unternehmens kommen so gut miteinander zurecht, dass sie mehrfach gemeinsam etwas unternehmen. Nicht nur ein Bier nach Feierabend trinken, sondern gar zusammen mehr als 200 km wegfahren. Die Wanderung hatte ich nach den Erfahrungen des ersten Wandertages ein wenig anders strukturiert. Sie war etwas kürzer und enthielt nur einen Anstieg von weniger als 200 m. Zudem war der Gesamthöhenunterschied in Etappen untergliedert und es gab mehrere Verpflegungsstellen. Dabei besuchten wir vier der Bewirtungsstellen des Ortes.

Die Beschreibung der Wanderung im Einzelnen. Es begann mit einem kräftigen Frühstück im "Erbgericht" Holzhau, unserem Quartier. Der Weg führte danach durch das Muldental in Richtung Osten. Am "Eingang" des Holzhauer Ortsteiles Teichhaus, folgte dann der erste spürbare Anstieg auf der alten Torfstraße. Nach Überquerung des Steinbaches bogen wir aber in den Hirschübelweg ab, um diese 750 m hohe Erhebung zu umrunden. Am Hirschbach folgten wir der Grenze zur Tschechischen Republik, bekamen dabei Berührung mit der besonderen Natur des Moores an der Grenze und den Blick in die Ferne. Dann waren wir schon wieder an der Torfstraße und folgten dieser bis zum ersten Verpflegungspunkt "Torfhaus". Energie wurde praktischerweise in flüssiger Form aufgenommen. Das im Bier enthaltene gute Rechenberger Brauwasser füllte zugleich den Flüssigkeitsgehalt wieder auf. Unsere beiden jüngsten Teilnehmer ließen dem Getränk noch eine zuckerhaltige Lösung hinzufügen. Die Älteren mochten solche Panscherei nicht, verstößt das doch eklatant gegen das Reinheitsgebot. Aber eben Jeder nach seiner Facon. Nach dieser Erholung folgten wir weiter der Torfstraße, um an der Fischerbaude das erste Mal den höchsten Punkt der Wanderung zu erreichen. Dort gab leckeres Essen und feingehopfte Getränke. Komischerweise wusste man dort schon, was ich essen werde.
Nach dem Essen verlief der Weg auf der Alten Landstraße und auf den Spuren der alten Händler und Pilger auf dem Rückweg. Zur dritten Rast waren wir dann pünktlich zu Kaffee und Kuchen in der "88". Wo wir sogar einem Geburtstagskind gratulieren konnte.
Von hier aus erfolgte der Marsch zurück ins Erbgericht. Vorbei am Flößerhaus mit seinem schönen Garten und über den Kirchsteig, welcher Teil des Kräuterpfades ist. Gern hätten wir auch noch in "Richters Sommerfrische" ein frisch gezapftes Bier genossen. Aber das Auschankrecht hat diese ehemals beliebte Gaststätte leider immer noch nicht. So musste das mit dem Bier ins Erbgericht verschoben werden.

Am Stammtisch erfolgte die ernsthafte Auswertung und Planung des nunmehr schon dritten Wandertages, welcher im 2.Quartal des nächsten Jahres stattfinden wird. Dann sicher auch wieder mit den Beiden, welche dieses mal aus Bildungs- bzw. Krankheitsgründen nicht dabei sein konnten. Vielleicht auch mit weiteren Teilnehmern.

Ich werde schon zuvor dann und wann vorbei schauen, um zu prüfen wie der Wirt auf uns vorbereitet ist. Werde dabei auch in Stichproben prüfen, ob das Bier die Quailtät hält.

90 Jahre ist die Walter Richter-Karte alt, welche uns den Rechenberger Blick zeigt, wie auch wir ihn hatten.



Dienstag, 1. September 2015

ich freue mich vor

Nachdem der 1. Holzhauer Wandertag sehr gut gelungen war, machen wir das jetzt gleich noch einmal. Mich freut es selbstverständlich ungemein, dass es meinen Kolleginnen und Kollegen so prima gefallen hat. So hat die Angelegenheit die Fähigkeit eine Tradition zu werden. Dazu werden wir gemeinsam am Runden Tisch des Holzhauer Erbgerichtsgasthofes beraten und Pläne für das kommende Jahr schmieden. Rechenberger Bier und Vogelbeerlikör werden uns dabei inspirieren.
Für den 2. Holzhauer Wandertag, habe ich mir bereits umfassend Gedanken gemacht und, so meine ich, ein schönes Programm zusammengebastelt.

Freue mich wie verrückt. 

Als Karte habe ich eine etwa 100 Jahre alte Ansicht der Torfstraße mit dem Torfhaus heraus gesucht. Möglicherweise führt uns bei der Wanderung der Weg hier entlang. 


Samstag, 22. August 2015

durchs ganze Gimmlitztal

Meinen diesjährigen sechsten Aufenthalt an den Hängen des Kannelberges habe ich zu einem Kurzurlaub in der Weicheltmühle genutzt. Übrigens der sechste in dieser wunderbar gelegenen Wandergaststätte. Dabei habe ich mir zugleich einen Wunsch erfüllt und mal einen kompletten Flusslauf an einem Tag abgewandert. Den der Gimmlitz. Ein Fluss, welcher früher einmal mit seinem Wasser 23 Mühlen antrieb. Das auf nur 25 km Länge! 
Zur Beschreibung der Wanderung.
Start war der Bahnhof Lichtenberg/Erzgebirge. Von hier aus musste ich erst einmal ein Stück in die "falsche" Richtung laufen. Etwa 1 km nordwestlich der Bahnstation befindet sich nämlich die Mündung der Gimmlitz in die Freiberger Mulde. Hier - 388 m oberhalb des Meerespiegels begann nun mein Lauf entgegen dem der Gimmlitz. Es ging also immer bergauf. Die ersten Kilometer waren nicht so richtig schön für einem Waldwanderer. Die Strecke verläuft hier immer entlang der Straße nach Südosten. Der Höhepunkt dieses Teilstückes, war mein vorbeiwandern am Lichtenberger Demenz-Zentrum. Dessen Bewohner saßen beim morgendlichen Singen. Es erklang gerade "Das Wandern ist des Müllers Lust". Es ist in etwa vorstellbar, welche Freude das auslöste, als ihnen bei diesem Lied ein Wanderer zuwinkte. Auch mich hat es gefreut. Das half auch den ersten längeren Anstieg bis zur Dammkrone der Talsperre Lichtenberg bei ca. 500 m zu überwinden. Am Nordufer des Stausees durfte ich nun endlich durch den Wald wandern. Hier läuft man im Schatten der Bäume und hört rechterhand das Rauschen der Gimmlitz. Das war dieses Mal nicht so heftig - die Hitze wirkt sich eben auch hier aus. Wobei der Zustand des Waldes besser war, als befürchtet. Allerdings gab es auf dem Abschnitt vor der Kummermühle auch völlig trocken gefallene Abschnitte des Flusses. 
Der weitere Weg bis zur Zwischenstation Weicheltmühle verlief ohne Besonderheiten, Hinter der Illingmühle benutzte ich den Konrad-Weichelt-Wanderweg, welcher leider jetzt ziemlich bewachsen ist. Zu wenig Wanderer sind unterwegs und wir dürfen nicht nur darauf hoffen, das uns die Wege permanent frei gehalten werden. In der Weichelt-Mühle gab es ein großes Rechenberger und extra wegen meines kommens zubereitete Flecke. Nach dem ablegen des Gepäcks und Umgewandens, ging es dann weiter Richtung Quellort. Dafür schlug ich einen Bogen durch den Ort Hermsdorf, um zwischendurch im dortigen Bierkeller noch ein Rechenberger als Wegzehrung zu tanken. Doch Pustekuchen! Ein Schild mit dem Hinweis auf eine geschlossene Gesellschaft wimmelte mich ab. Über das Kalkwerk lief ich also stark unterhopft zur Gimmlitzqelle. Diese war ebenso wie der Bierkeller völlig trocken. Dennoch war ich zufrieden. Auch wenn mich das Rohr in fast 780 m Höhe, aus welchem die Gimmlitz fließen soll keinen Tropfen von sich gab - ich hatte den kompletten Fluß erwandert und dabei fast 400 m Höhenunterschied überwunden. Konnte also frohgemut zurück in die Weicheltmühle laufen.

Als Karte eine mehr als 100 Jahre alte Ansicht, des nach Bau der Talsperre Lichtenberg, in dessen Stausee versunkenen Teichhauses Burkersdorf.


Freitag, 31. Juli 2015

noch einmal Kurzwanderungen

So wie geplant sind wir die Kurzwanderungen auch gelaufen. Fanden dabei, in den am Wege befindlichen Gaststätten (Torfhaus, Fischerbaude, Lindenhof und Erbgericht) gastliche Aufnahme, Speis und Trank. Zu ergänzen wäre noch, dass sich auch lohnt, die Wanderung nach dem Mittagessen zu starten und als Kaffeewanderung durchzuführen. Denn das ebenfalls im Kreis der Wanderstrecken stehende  Berghotel "Talblick", bietet sehr gute Kaffee- und Teespezialitäten an.

Im jetzigen Beitrag möchte ich beginnen, mich einer variablen Rundwanderung nördlich des Muldentales zu widmen. Waren wir im ersten Teil im Fischerwald, so befinden wir uns nun im Töpferwald. Welcher nach meiner persönlichen Ansicht den schönsten Teil des Holzhauer Wanderrevieres beinhaltet. Zentrale Wege in diesem schönsten Teil, sind der Brettellenweg, der N-Weg, der Reitsteig, der Buchensteig und die Dreitelle. Über diese Wege, sowie den sich anschließenden Viertellenweg lassen sich sehr schöne Rundwanderungen von etwa 3 km bis 9 km durchführen. Zwei der Varianten stelle ich hier, in zwei aufeinander folgenden Beiträgen vor. 

Die erste ist eigentlich als Kurzwanderung zu bezeichnen. Nur etwa 3 km lang und 50 m Höhenunterschied. Fit sollte man dennoch sein. Unser Startort ist der Holzhauer Erbgerichtsgasthof. Es geht durch die schönen Außenanlagen des Hotels Lindenhof und an diesem vorbei über die Muldenbrücke nach rechts in das Muldental. Kurz vor der Feuerwehr führt der gelb markierte N-Weg steil nach oben. Nach 300 m Aufstieg kreuzt der Buchensteig. In diesen biegen wir nach links ein. Wer mag kann aber zuerst einen Abstecher nach rechts machen und bis oberhalb des Försterfelsens und zurück laufen. 
Der Buchensteig zieht sich in einer Höhenlage von 640 m um den Berg herum. Nach links gibt es schöne Blicke ins Muldental und nach Oberholzhau. Rechterhand ragen, zum Teil recht gewaltige Felsen aus dem Gelände. Nach Vollendung eines gelaufenen Halbkreises um den Berg, überqueren wir den an dieser Stelle sehr steilen Schwerdtweg. Der Buchensteig wird jetzt manchmal etwas feucht. Und wir sollten nicht erschrecken, wenn plötzlich ein Hirsch vor uns steht. 
Nur wenige Minuten nach Querung des Schwerdtweges geht es steil bergab zum asphaltiertem Brettellenweg. Diesen laufen wir hinunter. Aber langsam und mit Genuß. Es ist mein Genußwald und Ort zu träumen. Also nicht wundern, wenn Euch beim wandern und lauschen an diesem Ort schöne Träume begegnen. Manchen dieser Träume habe ich dort deponiert. Die Brettelle ist wunderschön mit riesigen Fichten und Buchen bestanden. Die Telle herab rauscht das Brettellenflüsschen, gespeist von etlichen kleinen Bächen. Neben den bereits genannten, ein hohes Gewölbe bildenden Buchen und Fichten, sieht man hier Ulmen, Berg- und Spitzahorn, Eberesche, Esche und Sal-Weide. Dazwischen Trauben-Holunder, Brom- und Himbeere, Farne, Schachtelhalm sowie eine Vielzahl von krautigen Gewächsen und Gräsern. Schwer sich loszureißen von diesem Ort.

Ganz unten angekommen befindet sich der Urahn der Holzhauer Ferienhotels. Heutzutage zwar privat liebevoll instand gehalten - leider jedoch nicht einmal für einen Kaffee, ein Bier oder eine Bockwurst geöffnet. Warum nur?

Wir gehen nach links und gelangen auf dem rechts neben der Straße befindlichen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Dort kann, wer mag im Kneippbecken ein wenig Wasser treten.

Die Karte des Tages zeigt uns einen Teil unserer Wanderstrecke.


Mittwoch, 15. Juli 2015

Kurzwanderungen

Ich will das nicht unbedingt als Seniorenwanderungen verschubladen. Denn es gibt durchaus Senioren, welche längere Strecken unterwegs sein können und wollen. Auf der anderen Seite will aber nicht jeder Urlauber unterhalb des Seniorenalters weite Strecken gehen. Oder er kann es nicht. Außerdem müssen auch Familien mit kleinen Kindern Berücksichtigung finden. Kurz und gut - im Angebot eines Urlaubsortes sollten auch Wanderziele für kurze Strecken stehen. Eine der klassischen Holzhauer Kurzstrecken ist jene zum Teichhaus. Oder muss ich hier schreiben war? Denn so richtig auf dem laufenden bin ich da nicht. Hat das Teichhaus auch nach der Übernahme der Schulspeisung für Wanderer geöffnet? Wenn das nicht so ist, wäre das ein Verlust für die Wanderqualität der Gegend.(Aktuell steht am Haus, dass an Wochenenden und Feiertagen, ansonsten auf gut Glück geöffnet ist. //Oktober 2016)
Das heißt selbstverständlich nicht, es geht nicht mehr. Nach wie vor gibt es ein Vielzahl schöner Wanderstrecken zwischen dem "Erbgerichtsgasthof" im Tal (alternativ dem "Lindenhof") und der "Fischerbaude" auf 760 m Höhe. Umgedreht funktioniert diese Wanderung selbstverständlich auch für Gäste der "Fischerbaude". 
So wandere ich je nach Lust zuerst den Muldenweg bis zum Ortsteil Teichhaus und gehe dann entweder über den Schwarzen Buschweg, das Schwarze Ringel oder verschiedene Torfstraßenvarianten nach oben. Die Torfstraße bietet den Vorteil, am "Torfhaus", welches man nach 5 km erreicht, eine gastronomische Zwischenstation vorweisen zu können. Hingegen ist die Schwarzer Buschweg Route recht sanft. An Ruhetagen der "Fischerbaude" ist dieser Verlauf gut als Rundstrecke ohne Rast gangbar. Über den Johannes-Kamprath-Weg gelangt man nämlich über die schöne Aussicht an der Alten Straße wieder zurück an den Ausgangspunkt und hat dann ca. 7 km in den Beinen und 100 Meter Höhenunterschied überwunden. Die genannten anderen Alternativen sind etwas länger und erfordern 150 Meter Differenz zwischen tiefstem und höchstem Punkt der Strecke. Mit einem Abstecher zur Steinkuppe, um sich dort ins Gipfelbuch eintragen zu können, sind es knapp 200 Meter. Alle Varianten bleiben aber unter 9 km Weglänge.
Das Gute an diesen Wanderungen: alle sind abwechslungsreicher, als die Kaffeehauswanderung hin- und her über den Muldenweg zum Teichhaus.  Und sowohl "Erbgericht" und "Lindenhof", als auch die "Fischerbaude" sind zuverlässig geöffnete Gaststätten. Aktuelle Ruhetage: Fischerbaude am Montag (Ausnahme sind Feiertage und Ferien in Sachsen), Erbgericht am Mittwoch.

Als Karte heute den Blick von der Alten Landstraße. Die Ansicht ist älter als 100 Jahre, hat aber einen hohen Wiedererkennungseffekt.


Montag, 22. Juni 2015

geschützte Bank

Auf das leidige Thema von Geldern an Banken will ich hier nicht groß eingehen. Obwohl es mir lieber wäre, wenn wenigstens  Teile dieser Fördermittel in Projekte des Tourismus und touristischer Infrastruktur fließen würden. So zum Beispiel, um Fremdenverkehrsämtern die Möglichkeiten zu geben, nicht nur Ansichtskarten, sondern auch die zum versenden selbiger erforderlichen Briefmarken zu verkaufen. Oder eben Wanderwege zu pflegen, zu markieren und Bänke aufzustellen.


Womit ich beim eigentlichen Thema wäre. Bänke für kleine Wanderpausen, welche besonders für nicht mehr so jungen Wanderer und Waldspaziergänger wichtig sind. Ja, sogar darüber entscheiden, ob gewandert wird oder nicht. 
Offenbar gibt es auch im Erzgebirge Randalierer, welche Bänke zerstören. Wie auf dem ersten Foto deutlich zu erkennen ist. Hier gibt es deutlichen Bedarf für eine Instandsetzung.



















Beim Wandern auf dem Neuen Weg zwischen Holzhau und Rechenberg fand ich nun eine Bank, welche durch den Forst eingezäunt wurde. Eine löbliche Initiative, welche offensichtlich die Bank schützen soll. 
Vielen Dank.



Samstag, 20. Juni 2015

Bäume umarmen ...

Birken bei Deutschgeorgenthal
... Volker ist wieder in Holzhau um Bäume zu umarmen. In der Tat, das tue ich, wenn ich in Holzhau bin! Allerdings - im Allgemeinen nur sinnbildlich. Meine Liebe zu Natur und zu den Bäumen geht im üblicher Weise nicht so weit, dass ich die Bäume am Wegesrand auch körperlich umarme. Nur mit einzelnen Exemplaren bin ich schon so lange bekannt und so "intim" das ich mit ihnen mal ein Wort wechsle oder ihm Gedanken mitteile und sie dabei berühre. Denn das umarmen ist eigentlich nicht nötig. Bei Bäumen ist das nämlich genauso wie mit den Menschen. Wer mich verstehen will, kann das auch ohne Wort reiche Erklärung.
Vogelbeerbaum bei Schönfeld
Bei meinem vergangenen 68 Stunden Aufenthalt in Holzhau und seiner wunderschönen Umgebung, habe ich aber einmal eine Ausnahme gemacht. Im Rahmen eines Fotoshootings bin ich mehr als 100 km gewandert um mich mit Bäumen zu treffen und abzulichten. War dabei überregional in zwei Landkreisen und gar international in zwei Staaten unterwegs. 

Den Bäumen, großen und kleinen, gesunden, kranken und gar gestorbenen hat es gefallen. Ja, auch dem gestorbenen - tot ist nur, wer vergessen ist. Auch mir hat es Spaß gemacht. Nicht nur wegen der Umarmungen, sondern besonders wegen der für diese Umarmungen erforderlichen Wanderungen. 
Mein Dank gilt den Damen: Picea abies, Fagus sylvatica, Betula pendula, Larix decidua, Fraxinus excelsior, Sorbus aucuparia und Acer pseudoplatanus.  Letztere übrigens eine hübsche Dame aus dem böhmischen. Kommunikationsprobleme gab es zwischen uns nicht. Obwohl weder ich tschechisch spreche, noch der holden die deutsche Sprache geläufig ist. 

Verständlich ist, dass es diesmal keine Karten von Walter Richter zur Illustration gibt.




die Lärche wars und nicht die Nachtigall








dicke Freunde

Sonntag, 14. Juni 2015

Träume eines Wanderers

Jeder Mensch hat so seine Träume. Damit meine ich nicht die psychischen Erlebnisse, welche durch unseren Schlaf flimmern und an welche wir uns dann manchmal in Bruchstücken erinnern. Sozusagen unterbewusstes Kopfkino. Ich denke dabei vielmehr an Träume im Sinne von angenehmen Zukunftsvorstellungen. Davon habe ich selbstverständlich mehrere. 
Einer meiner Träume dieser Art, ist der starke Wunsch, auch mit 100 Jahren noch Wanderungen machen zu können. Am besten selbstverständlich gemeinsam mit Menschen denen man innig verbunden ist. Und hoffentlich mit dem Holzhauer Erbgerichtsgasthof als Quartier. Diesen Traum halte ich nicht für besonders unrealistisch. Mein Lebensalter werde ich dann aber nicht mehr wandern. Jedenfalls nicht an einem Tag. 
Aber Sigmund Freud hätte sicher viel Freude an mir!


Donnerstag, 4. Juni 2015

130 Jahre Eisenbahn in Holzhau

Dafür wurde die Eisenbahnstrecke nach Böhmen zwar nicht gebaut - aber Urlaub in Holzhau und Eisenbahn gehören zusammen. Die Eröffnung der Bahnlinie im Mai 1885 eröffnete nämlich auch für den Fremdenverkehr neue Möglichkeiten. Nur durch die Eisenbahn wurde die Schönheit Holzhaus auch für viele Menschen zugänglich. Bequem, schnell und preiswert konnte man nunmehr nach Holzhau reisen, um sich in der schönen Landschaft zu erholen. Keine Wunder, das bereits 11 Jahre nach der Eröffnung der Bahnstrecke mit "Richters Sommerfrische" das erste neu erbaute Ferienhotel erstmals seine Gäste begrüßen konnte. Sozusagen zum 10 jährigem Jubiläum der Strecke war der Antrag zum Bau des Hauses gestellt worden. Offenbar hatte hier jemand die Zeichen der Zeit erkannt. 
Die heutigen Besucher von Holzhau würde sicher begrüßen, gäbe es jetzt wieder jemanden, welcher die Zeichen der Zeit erkennt und dem jetzigen Besitzer dieser inzwischen leider ehemaligen Gaststätte zumindest den Kaffeeausschank genehmigen würde. Nach meiner Ansicht könnte das dazu führen, dass wieder mehr Sommerfrischler in den Ort kommen - wenn auch etliche davon nicht mit der Bahn sondern dem Automobil. Unmittelbar an einem der schönsten Täler des gesamten Erzgebirges gelegen, bietet der Platz nämlich Kurzwanderungen auch für die nicht ganz so mobilen Besucher an. Und manch einer könnte sich dann, so wie ich nicht mehr von Holzhau losreißen und käme fortan ständig hierher. Aber ich träume da wohl ein wenig zu intensiv.

Mein Glückwunsch jedenfalls an die Eisenbahn zum 130 Jahrestag des Bestehens dieser Strecke. Heutzutage aus zwei Strecken bestehend, da es zwischen Holzhau und Moldava nur noch die Bahndammloipenverbindung gibt.

Und nun gibt es ein Bild mit Eisenbahn. Und mit dem Gasthaus. 110 Jahre alt.



Dienstag, 19. Mai 2015

die Schleife ist eine Spirale!

Da habe ich mir einen blöden Titel für diesen Beitrag ausgedacht. Stimmts? Das scheint aber nur auf den ersten Blick so. Denn eigentlich möchte ich damit nur aufzeigen, dass ich mich mit meinen permanenten Wanderbesuchen in Holzhau keinesfalls in einer Zeitschleife bewege. Und täglich grüßt der Wandersmann, ist eben nicht immer gleich, sondern gelangt wie eine Spirale in immer neue, jedoch miteinander verbundene Ebenen.

In immer wieder Holzhau hatte ich diese Veränderung in der Gleichheit schon einmal beschrieben. 
So sitze ich also auch jetzt hier zu Hause und sinniere über den nächsten Kurzurlaub nach Holzhau nach, welcher wohl irgendwann im Juni stattfinden wird. Und mit einem Gedanken daran, werde ich wohl heute Abend auch einschlafen. 
Mein grober Plan sagt mir, dass ich demnächst wieder einmal über den Reitsteig wandern möchte. Dieser Weg ist außerordentlich schön und gut zum Anwandern geeignet. Außerdem denke ich bereits seit geraumer Zeit über eine Mehrtälerwanderung nach Schmiedeberg nach. Angedacht war dieses eigentlich schon für den Osterurlaub. Das Wetter ließ solches aber dann nicht zu.  So werde ich also vielleicht im Juni über Mulden- Weißeritz- und Pöbeltal nach Schmiedeberg und Pöbel- Weißeritz- und Gimmlitztal zurück wandern. Wobei man meine Arbeitsbezeichnungen der Täler nicht so ernst nehmen sollte. Zumal es sich bei der Weißeritz um mehrere Täler handelt. Wir haben es ja mit der Roten Weißeritz und der Wilden Weißeritz zu tun. 

Ein Hauch Wilde Weißeritz ist auf unserer heutigen Walter Richter Karte. In dessen Tal unweit des Nordufers dieses Flüsschens steht am Hang das ehemalige Jagdschloß Rehefeld.



Montag, 11. Mai 2015

1. Holzhauer Wandertag

Wie auch hier im Blog angekündigt, fand vom 8. - 10.5. der erste gemeinsame Wandertag von Kolleginnen und Kollegen "meiner" Firma statt. Dank der freundlichen Unterstützung unseres Dienstplaners, konnten insgesamt ein halbes Dutzend von uns, welche mit Weiblein und Männlein und in den Altersgruppen von Mitte 30 bis Anfang 60 auch als repräsentativ für die Firma gelten können, an diesem Höhepunkt teilnehmen. 
Der zweite Dank gilt den Tarifparteien der Deutschen Bahn. Da Bahn und GDL sich nicht einigen können, kam es zu einem längeren Streik. Dieser verhinderte die geplante Bahnfahrt und zwang uns in die Autos. Damit waren wir aber 3 Stunden früher da und erhielten dadurch die Möglichkeit einer zusätzlichen Wanderung. 
Womit wir beim Programm sind. 
Diese ersten 4 1/2 Kilometer führte über N-Weg, Buchensteig, Zimmtelle und Schanzenweg rund um die Brettelle, mit seinem herrlichen Mischwald und bis zu 50 Meter hohen Bäumen. An der Kreuzung von Buchensteig und Brettellenweg, wurde diese schöne Natur bei einer Rast ausgiebig betrachtet und mit einem Glas Sekt gewürdigt. Der Abend klang aus, mit einem gemütlichen Beisammensein in der Gaststube unserer Quartiers - dem Holzhauer Erbgerichtsgasthof. Neben dem traumhaften und durchgängig von Allen gelobtem Essen, gab es dabei eine Verkostung des guten Rechenberger Bieres und der nicht minder wohlschmeckenden und gesunden Kräuterliköre aus dem Erzgebirge. Das Wichtigste für uns, waren jedoch die gemeinsamen Gespräche. Für Schichtdienstler ist es sonst eigentlich kaum möglich, eine gepflegte Unterhaltung zu führen und sich über Erfahrungen, persönliche Erlebnisse, Hobbys und Privates auszutauschen.
Am zweiten Tag, fand nach einem ausgiebigen Frühstück die geplante Hauptwanderung statt. Teilnehmer, welche meinen Blog aufmerksam gelesen hatten konnten ahnen, das ich dafür meine Lieblingswanderung geplant hatte. Trotzdem war das Erstaunen groß, dass man auch im Erzgebirge derartig körperlich anstrengende Anstiege bewältigen muss. Immerhin hat man auf den 1 1/2 Kilometern des Dreitellenweges mehr als 150 m Höhe zu gewinnen. Also einen durchschnittlichen Anstieg von 10% zu schaffen. Und wir wissen ja, wie das mit dem Durchschnitt ist. Daher gab es in der Mitte des Hinweges zum Ziel "Weicheltmühle" eine Vogelbeerrast. Das geschah an der Gimmlitzquelle. Die Vogelbeeren waren, des besseren Transportes und längerer Haltbarkeit wegen als Likör verarbeitet. 
Durch das schöne Gimmlitztal führte der Weg weiter zur Weicheltmühle. Dort erwartete uns ein von der Wirtin vorsorglich reservierter Tisch am großen grünen Kachelofen. Welcher beim sonnigem Wetter allerdings nicht in Betrieb war. Zum Essen nur so viel: ich bekam endlich, die bereits zu Ostern geplanten Buttermilchgetzen zu essen. 
Solch Wanderung dient selbstverständlich nicht nur der Bewegung an der frischen Luft sondern auch dem Erkenntnisgewinn. So erfolgte also auch noch die Besichtigung des technischen Denkmals der Mühle. Welche eben nicht nur Pension und Wandergaststätte, sondern auch liebevoll gepflegte und funktionierende Wassermühle ist. Ganz erstaunlich, welche Kraft der kleine Fluss, kaum 5 km von seiner Quelle entfernt bereits gewonnen hat.
Zurück ging es über den "Pass" von Krötenbach- und Brettellental. Der Anstieg ist hier nicht so erheblich wie der über die Dreitelle. Damit wir die Regenbekleidung und andere Schutzmittel gegen von oben eindringendes Wasser nicht umsonst mitgeschleppt hatten, schickte uns der Himmel einen zwar nur 20 Minuten währenden, aber heftigen Regen. Selbstverständlich erst, nachdem wir die Schutzhütte passiert hatten.
Der Tag endete ähnlich wie der Erste - in einem ausgezeichnetem Abendbrot und angenehmen Gesprächen. Durch die Wanderung gezeichnet, musste aber die Hälfte der Teilnehmer bereits nach dem Essen selbst aufgeben und die Wunden mit heißen Duschen und einem medizinischen Gel behandeln. Der harte Kern (Altersdurchschnitt 57!) überzog auch an diesem Tag, freundlich erduldet, die reguläre Schließzeit der Gaststätte nicht unerheblich. 
Dank der Selbstpflegearbeiten waren am 10.5. aber wieder alle fit und nach dem Frühstück bereit eine weitere Wanderung durchzuführen. Sie führte uns erneut an eine Quelle. Diesmal war es keine Quelle eines Flusses, sondern die Quelle des Rechenberger Bieres. Der schöne Holzhauer Vorort Rechenberg ist ja nur 3 km entfernt. Nach einer Verkostung des gesunden Getränks ließen wir uns im Rahmen einer sachkundigen Führung den Produktionsprozess und vieles Andere um das Bier herum erläutern. Wichtig für uns: auch über die schwere Arbeit der Beschäftigten in diesem Dienstleistungsbetrieb wurde wurde kein verbaler Bogen gemacht. 
Über den schönen Schanzenweg ging es sonnig zurück ins Quartier und nach dem Mittagessen, leider nach Hause. Mit dem Trost im Gepäck, so etwas einmal wiederholen zu können. 
Nicht unerwähnt darf bleiben - unser Unternehmen beteiligte sich mit einem kleinen finanziellen Beitrag an unserer Aktion. Nicht gerade üblich.

Als Foto unser Quartier in einer Ansicht von vor 90 Jahren.


Freitag, 1. Mai 2015

Gemeinsame Freude ist vielfache Freude

Urlaub und Ferien sind besonders schön, wenn man sie mit Menschen verbringt welche man sehr mag. Nicht umsonst legen WIR Wert darauf den Urlaub so zu planen, dass die Familie dabei ist. Denn wen liebt und benötigt man mehr, als den Lebenspartner und die Kinder.
Dieses Thema ist aber damit keineswegs erschöpft. In einem Beitrag berichtete ich bereits von gemeinsam mit Freunden verbrachter Ferien. Bezog mich dabei vor allem auf die Kindheit. So schwer es ist, es gibt auch noch ein Leben nach der Kindheit. In dieser verbringt man einen (hoffentlich) guten Teil seines Lebens mit Menschen außerhalb des engen Familienkreises, vor allem am Arbeitsplatz. So man einen hat. Durch solche Kontakte ergibt es sich zwangsläufig, dass man manche davon besonders schätzen lernt. Warum also nicht auch einmal mit diesen liebenswerten Menschen mal etwas gemeinsames unternehmen, was so etwas wie Urlaubsfeeling hat? 
Dank der Initiative einer Kollegin, werden wir das in Kürze durchführen und im halben Dutzend in eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands - das Erzgebirge fahren. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird ahnen wohin es konkret geht. Selbstverständlich nach Holzhau. Dort werden wir gemeinsam eine Wanderung zelebrieren, die erzgebirgische Gastfreundschaft genießen und wohl auch viel plaudern. Denn dazu kommen wir bei unserer Arbeit leider nur selten.
Den Segen des Wettergottes haben wir auf jeden Fall, das sagt mir meine Erfahrung. Nicht ganz so sicher bin ich mir da bei der GDL. Denn die dort organisierten Kollegen der Bahn, sollen uns ja transportieren.

Als Ansichtskarte daher heute mal einen Bahnhof, den von Bienenmühle. Mit Zug. Die Karte stammt aus dem Jahr 5 des Bestehens dieser Gewerkschaft.




Nicht wundern. Ich habe die Karte noch einmal ausgetauscht. Nicht wegen des Bahnstreiks, sondern weil ich die Bahnhofskarte vor kurzem schon einmal benutzt hatte. Dafür jetzt eine ebenso schöne Karte mit einer anderen wichtigen Institution: der Rechenberger Brauerei. 

Sonntag, 12. April 2015

Urlaubszutaten

Was benötigt man eigentlich für einen schönen und erholsamen Urlaub? Der Mix ist ganz gewiss ebenso individuell wie wir Menschen es sind. Selbst wenn wir mal annehmen, dass wir längst nicht so verschieden gestrickt sind, wir wir selbst meinen. Gutes Wetter, reichhaltiges Essen, ein bequemes Bett, Möglichkeiten den Urlaub mit Aktivitäten zu füllen - all jene Fixpunkte werden sicher fast alle unterschreiben. Obwohl wir darunter Unterschiedliches vor dem geistigem Auge haben werden. Für mich selbst kommt auf jeden Fall noch dazu, den Urlaub mit Menschen, welche man mag zu verbringen und eben solchen Menschen im Urlaub zu begegnen.
Unser gerade zu Ende gegangener Urlaub in Holzhau hat all unsere Wünsche wieder einmal erfüllt. Weil viele Köche den Urlaubsbrei nicht verderben, sondern reichhaltig machen. Zu betonen, das ich wie immer mit meinem Urlaubsquartier im Erbgericht von Holzhau außerordentlich zufrieden war, heißt die berühmten Eulen nach Athen zu tragen. Schon wegen des Wirtes und des Sternekochs im Hause trage ich die Eulen aber gern nach Athen. Selbst wenn viele mit Athen nichts im Sinne haben. 
Auch der Wettergott hat uns ein ganz besonderes Urlaubswetter gemischt. In den knapp zwei Wochen wurden alle Niederschlagsvarianten zwischen Nebel und Schneefall, inklusive Regen und Graupel angeboten. Es gab aber auch ausreichend Zeiten ohne Niederschlag und mit blauem Himmel und Sonnenschein. Anzumerken dazu ist, dass ich jeden Tag viele Stunden im Freien verbracht habe, aber den Regenschirm nur verpackt im Rucksack bei mir trug. Der Wind variierte zwischen Windstille und Sturmböen von über 100 km/h. Kurz vor den Osterfeiertagen fiel dann so viel Schnee vom Himmel, dass sich eine mehr als 30 cm hohe Schicht von Neuschnee den Boden bedeckte. Holzhauer bestätigten: das war mehr, als den gesamten Winter über. Der Holzhauer Skilift war am Karfreitag und den darauf folgenden Sonnabend in Betrieb. Auf den Loipen der Gegend waren unentwegte Skiläufer in der Spur. Für uns als Fußwanderer bedeutete das unverminderte Freude, jedoch eingeschränkte Möglichkeiten. Nicht einmal der als Winterwanderweg propagierte Muldenweg war beräumt. Allerdings hatte der Forst einige Strecken im Wald frei geschoben. Brettelle, Proßweg, Kalkstraße, Krötenbachweg und Schlüsselweg bis zur Weicheltmühle waren begehbar. Ebenso das Ringel, der Trostgrund und die Torfstraße. 

Kurz und knapp zusammengefasst: uns hat es gefallen.

Heute einmal zwei Bilder. Eine Karte von W. Richter. Mehr als 80 Jahre alt. Und eine von diesem Jahr. Ende März. Die Ähnlichkeit ist gewollt.





Sonntag, 22. März 2015

wie ökologisch ist ökologisch?

Eines meine liebsten Wanderziele ist die Weicheltmühle im schönen Gimmlitztal. An der Gimmlitz ist es auch bezaubernd schön. Nicht umsonst führt meine geschilderte Lieblingswanderung auch durch dieses Tal. 
Seit geraumer Zeit wird über die Abwasserentsorgung der Häuser im Gimmlitztal debattiert. Die jetzige Form über Sickergruben genügt nicht mehr den Richtlinien. Abwasser soll stärker als bislang gereinigt werden. Was im ersten Moment gut klingt, zeigt für mich jedoch einen Haken. Und zwar einen, welcher über die finanzielle Belastung der Hausbesitzer im Tal hinausgeht.

Ich frage mich nämlich: was wird mit der Natur und all den kleinen Lebewesen in der Gimmlitz und den Flächen um diese herum? Wenn ich das richtig behalten habe, liegen hier Kreisläufe vor. Der Beginn dieses Kreislaufes sind kleine und kleinste Lebewesen, welche sich als Destruenten von toten organischen Stoffen und von den Mineralstoffen in den Ausscheidungen großer Tiere ernähren. Wenn ich nun eine steril reine Umwelt schaffe und versuche Wasser von Tafelwasserqualität in Bächen und Flüssen zu erzielen, wovon leben dann z.B. all die kleinen Krebstiere, welche das Futter der Fische in den Flüssen sind? Wachsen in einem Erdreich mit veränderter Zusammensetzung noch all jene Pflanzen, welche das Gimmlitztal so einzigartig machen und es von uns zur schützenswerten Natur erklären lassen?

Vom Gimmlitztal sind mir bislang noch keine Fotos von Walter Richter untergekommen. Aber am Rauschenbach ist es auch nass.


Samstag, 14. März 2015

Meine Lieblingswanderung

In Vorbereitung eines meiner Jahreshöhepunkte, denke ich zur Zeit viel über Wanderungen nach. Möchte ich doch zu diesem Höhepunkt mit einigen äußerst angenehmen Kolleginnen und Kollegen in und um Holzhau wandern. Meine absolute Lieblingswanderung, praktisch bei jedem Aufenthalt zelebriert möchte ich daher vorstellen. 

Holzhau - Weicheltmühle - Holzhau (ca. 18 km, ca. 310 m Höhendifferenz)

Gleich zu Anfang - das mit den über 300 m zu bewältigender Höhendifferenz klingt dramatischer als es ist. Man muss halt über den Berg, 190 m beim Hin- und 120 m beim Rückweg. 

Abmarsch in Richtung Osten. Entlang der Mulde geht es den Muldenweg bis hin zur Dreitelle. Dieses schöne Muldennebental steigen wir hinauf bis zu "Höhnes Ruh" und sind nun schon in  770 m Höhe angelangt. Rechts abbiegend folgen wir dem Weg, welcher H-Weg heißt. Nach ca. 1 km (welcher uns wegen des anfänglich noch erforderlichen Anstiegs bis auf knapp 800 m länger vorkommt) gabelt sich der Weg. Wir wählen den linken der Wege, Ringelweg heißend. Namen sind hier aber Schall und Rauch. Kaum ein Wegweiser irritiert uns beim Wandern. Der Ringelweg führt uns nach 1 1/2 Kilometer ebener Wanderung direkt bis zu Gimmlitzquelle. Hier ist eine gute Rastmöglichkeit mit freiem Blick in die Landschaft. Der Weitermarsch wird scheinbar ein wenig langweilig. Schnurgerade laufen wir nämlich den Schwerdtweg und die Schneise 11 Richtung Westen zurück. Wir befinden uns auf einer von Heinrich Cotta geschaffenen Schneise der von ihm modernisierten Forstwirtschaft. Wir gelangen so bis an den Knick der Kalkstraße. Weiter geradeaus gehend, kämen wir zum Alten Forsthaus und nach Nassau. Wollen wir aber heute nicht!
An der überdachten Tisch/Bank-Kombination gehen wir nach rechts. Ganz nach Feuchtegehalt bleiben wir auf dem festen Fahrweg oder kürzen über die alte Kalkstraße ab. Wer mag kann jetzt noch 300 m weiter bis zum Hermsdorfer Kalkwerk gehen und sich das von außen besehen. Hier wird seit über 400 Jahren hochwertiger Kalkstein/Marmor abgebaut, welcher vor 500 Millionen Jahren begann zu entstehen. 
Unser Weg führt uns aber eigentlich über den Schlüsselweg ins Gimmlitztal. Die Quelle des namensgebenden Flusses haben wir vorhin gesehen. Etwa 1 Stunde Weg trennt uns noch vom Etappenziel Weicheltmühle, gutem Essen und feinstem Rechenberger Bier. Wer mag kann auch selbstgemachten Knoblauch-  und Heuschnaps trinken. 

Der Rückweg ist zuerst eine Fortsetzung unseres Wanderns auf dem Schlüsselweg. Nach 1 km überqueren wir den Krötenbach und wenden uns nach links in den Krötenbachweg. Es geht nun von ca. 630 m wieder in 750 m nach oben. Dann über den Brettellenweg durch die Brettelle zurück nach Holzhau. Die Brettelle ist nach meiner Ansicht das schönste der Nebentäler der Mulde. Im Unteren Teil wachsen gewaltige 200 Jahre alte Buchen und Fichten - 35, 40 und gar 50 m hoch in den Himmel. Die Bäume gab es also schon zur Zeit der napoleonischen Kriege!

Unten, an der Pension Muldental angelangt gehen wir nach links, dann über die Mulde und an der Skischule Holzhau vorbei, zurück in unser Quartier. Das Erbgericht.

Heute keine Ansichtskarte von Walter Richter, sondern ein Foto aus eigener Produktion. Die Weicheltmühle.